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1.200 Geflüchtete und Migrant:innen helfen nach Flutkatastrophe

Nach den Flutkatastrophen in mehreren deutschen Städten sind hunderte Geflüchtete und Migrant:innen aus ganz Deutschland zur Katastrophenhilfe und Unterstützung des Wiederaufbaus ins Ahrtal angereist. Bund, Länder und Kommunen können aufgrund des Ausmaßes an Zerstörung nicht überall gleichzeitig Hilfe leisten. Die zerstörten Gebiete sind deswegen auf die Ehrenamtlichen angewiesen. Time to Help e.V. mobilisierte 1.200 vorwiegend muslimische Menschen, viele darunter Geflüchtete. Sie helfen bei der Versorgung, räumen Schutt und putzen sogar Kirchen.

Nach der Flutkatastrophe, die vor allem das Ahrtal in Rheinland-Pfalz ereilt hat, bestand ein akuter und erheblicher Bedarf an Hilfe für den Wiederaufbau. Der Offenbacher Verein Time to Help e.V. hat in Zusammenarbeit mit 28 Vereinen aus ganz Deutschland 1.200 Helfer:innen mobilisiert, die seit 20 Tagen in den betroffenen Gebieten aktiv sind. Seit drei Wochen kümmert sie sich um die Versorgung mit Lebensmitteln und Trinkwasser, organisiert Sachspenden und leistet mit den angereisten und ansässigen Unterstützer:innen humanitäre Hilfe im Ahrtal.

Die meisten der Ehrenamtlichen haben zum überwiegenden Teil einen Migrationshintergrund und verfügen über ganz unterschiedliche Hintergründe und Geschichten. Menschen mit europäischer Migrationshistorie, beispielsweise aus Portugal oder Belgien, arbeiten mit Menschen mit kurdischem, jesidischem, syrischem oder eben türkischem Migrationsbezug Hand in Hand mit Deutschen ohne einen solchen.